Dienstag, Dezember 16th, 2014 | Author:
Alex 2

Sail away….

Segeltörn: Malaga – Casablanca – Teneriffa

30.11.2014 – Malaga

Der Check-In im Terminal 2 bei vueling verlief problemlos. Der Seesack musste zwar beim Sperrgepäck abgegeben werden – aber das war zu erwarten. Am Gate habe ich den Koch für unseren Törn kennen gelernt und im Flieger saßen sogar fünf Leute der Crew ohne Absprache zusammen.

Im Landeanflug auf Malaga konnten wir die Alex 2 im Hafen erblicken. Der Pilot flog eine Schleife über das Meer um von Süden den Airport (AGP) anzufliegen. Auf den ersten Blick sah die Kurve recht knapp aus und machte auf mich einen ungewöhnlichen Eindruck, da sonst der Anflug auf andere Destinationen scheinbar über eine längere gerade Strecke erfolgten. Aber die Landung war gut und wir sind sicher am Ziel angekommen.

Zwei Taxen brachten uns für knapp 30€ je Fahrzeug zur Marina. Die Alex war zu sehen und wir mussten dem Taxifahrer mehrmals auffordern die Fahrt zu stoppen. Da dieses nur ganz wenig englisch gesprochen hatte war die Kommunikation etwas schwieriger als erwartet. An Bord der Alex habe ich meinen Seesack vorrübergehend deponiert und bin dann zum Hotel „Tribunal“ geschlendert. Das Zimmer im Hotel ist funktionell. 38€ inkl. Frühstück ist für eine Nacht ok, In der City von Malaga waren diverse Straßen und Bäume mit Lichterketten versehen und Menschenmassen drängten sich durch die dekorierte City. Die Geschäfte hatten bereits geschlossen und ich suchte gegen 20 Uhr ein Restaurant in einer Seitenstraße abseits vom Wirbel. Leider kam mir das alles spanisch vor – die Aushänge in den ersten drei Restaurants/Bistros konnte ich leider nicht verstehen und suchte drauf hin ein Restaurant mit zumindest einer englischen Karte. Diese habe ich dann in der „Calle de Don Juan Diaz 4“ bei „El Trillo“ gefunden. Die Speisekarte war auf Englisch, jedoch die Getränke-Karte nicht. Es war wohl ein Restaurant mit einer großen Auswahl an Weinen. Naja, ich bin kein Experte oder Wein-Kenner und die spanische Karte hatte ich auch nicht verstanden – daher habe ich mich für einen günstigen Tropen entschieden. Zu meiner Überraschung war der „Mateus“ gar nicht so schlecht. Der Service war gut. Die übersichtlichen Speisen wurden schnell serviert, waren aber geschmacklich sehr gut. 30€ für ein paar Schweinemedaillons mit Ofenkartoffel, 0.7l Rose und Jogurt-Eiscreme waren zwar etwas teuer, aber ich bin ja im Urlaub ;)

1.12.2014 – Boarding

Das Klima im Hotelzimmer war nicht das Beste. Das offene Fenster sorgte leider nicht für die nötige frische Luft. Frühstück gab es ab 7:30 Uhr. Gegen 10 Uhr hatte ich dann auch den Weg zum dem kleinen Buffet gefunden. Drei Säfte waren im Angebot – der frische O-Saft war deutlich an dem Etikett mit den lauten „Konzentrat“ zu erkennen.

Durch die Stadt ging es in östliche Richtung. Ziel war die Festung „Gibralfaro Castle“. Die Straßen waren an diesem Montagmorgen auch nicht mehr so überfüllt wie gestern. Leider hatte ich wohl den falschen Weg zur Festung eingeschlagen und landete am Fuß des Bergers. Aber da ich zum Segeln hier war und nicht zum Bergsteigen setzte ich den Weg in Richtung Hafen fort.

Auf der Alex wurde mir die Koje 53 in der Kammer 2306 mit Meerblick zugewiesen. Bettwäsche gab es in der Messe. Das Schiff habe ich ein wenig auf eigne Faust erkundet – was für eine grobe Orientierung ausreicht. Um 12 Uhr gab es Suppe mit Wurst. Bei der Einweisung vom Kapitän Klaus gegen 15 Uhr wurde ich der 8-12er Wache bei Julia zugeteilt. Wir haben unsere Ausrüstung bekommen und haben eine ausführliche Begehung des Schiffes gemacht. Im Rigg waren wir noch nicht. Das ist für morgen Vormittag geplant. Der Proviant für den Törn wurde geliefert und nach 1,5 Stunden war das Ganze auch im Unterdeck verstaut. Abendbrot gab im Anschluss. Ein kurzer Trip zum Leuchtturm brachte einen schönen Blick auf die Alex vor dem beleuchteten Festung und Gebäuden von Malaga.

2.12.2014 – Leinen los!

Vortop der Alex 2

Um 7 Uhr wurde durch die Lautsprecher geweckt. Brötchen und Toast gab es zum Frühstück. Die 8-12 Wache traf sich im Anschluss auf dem Vordeck zur weiteren Einweisung. Auf dem Plan stand das Anlegen der Rettungsweste, Tampenbelegung und Notausgangsöffung aus dem „Dorfgemeinschaftsraum“. Ins Rigg sind wir auch gestiegen und haben die Fock und Voruntermaas vorbereitet. Zum Mittag gab es Salat, halben Hahn mit Reis und Sauce. Die letzte Lieferung Proviant wurde gegen 15 Uhr geliefert. Gegen 16 Uhr sind wird dann bei 20 Grad im Schatten aus dem Hafen von Malaga ausgelaufen. Kurs SW mit Fock, Vorunter- und Vorobermars, Großunter- und Großobermars, sowie Besansegel. Sonnenuntergang gegen 17:50 Uhr.

Wachwechsel. Um 20 Uhr haben wir die Wache übernommen. Der Wind ließ nach und das Team hat die Segel geborgen. Klarschiff verlief gut. Es gab jetzt genug Tampen zum üben und aufschießen. Um 22 Uhr wurden Wetterdaten gesammelt – Wassertemperatur lag bei 16 Grad. Burkard hat und noch die Positionslichter erklärt. Wachübergabe um 14 Uhr.

3.12. Schlucht von Gibraltar

Affenfelsen

Wecken war um 7:00 Uhr. Keine Segel – Motorwache. Im roten Salon hatte Julia uns an einem Modell nach mal die Funktionen der Tampen klärt. Klaus zeigte uns ein paar Tricks beim Legen des Palstecks. Am Vormittag haben wir die Schlucht von Gibraltar durchfahren. Der Affenfelsen war an Steuerbord gut zu sehen. Mit dreifachem Horn zum Gruß überholte uns die MS Deutschland gegen 10 Uhr an Backbord. Das Ruder habe ich um 11 Uhr übernommen. Ab 11:40 setzte Regen ein und teilweise war es nicht einfach den Kurs 265 zu halten. Nach der Wache gab es um 13 Uhr die Rettungsübung. Duschen und dann ging es wieder ins Bett. Leider habe ich nur wenig geschlafen. Um 17:30 Uhr wurde wieder das Abendessen aufgetischt und um 20 Uhr wurde wieder die Wache übernommen. Leider setzte bei mir ein wenig die Seekrankheit ein. Glücklicherweise konnte die Wache auch mit weniger Personal gefahren werden, sodass ich schon eher ins Bett konnte.

4.12. Land in Sicht

Casablanca

Nach einer unruhigen Nacht war ich vor dem Wecken schon wach. Zu meiner Enttäuschung hatte sie die Seekrankheit noch nicht gebessert. Das Frühstück bestand nur aus einer viertel Scheibe Brot. Eine kühle Brise an Deck brachte Besserung ins Spiel, dennoch machte es das Ausrüsten unter Deck zur 8 Uhr Wache nicht leichter. Der zweite Anlauf der Sicherungsgeschirr auf Deck anzulegen war dann mit Erfolg gekrönt. Nach der Ablösung zogen wir ein paar Tampen nach und setzten diese durch. Entspannen konnte ich dann auf dem Achterdeck. Julia hatte ihre kreativen und malerischen Fähigkeiten eingesetzt und uns auf dem Boden des Achterdecks eine kunstvolle Erklärung der Masten, Segel, Wanden und deren Geschichte erklärt. Zum Mittag konnte ich leider immer noch nichts essen, obwohl die Portion Fleisch zum Verzehr einlud. Ich habe erst Mal meine Koje aufgesucht. Um 14 Uhr bin ich wach geworden und der Blick aus dem Bullauge zeigten zwar noch Wellen, aber auch Land am Horizont.

Gegen 16 Uhr sind wir in den Hafen von Casablanca eingelaufen. Die stehende Wache hatte bereits die Segel eingeholt, Flagge gesetzt und die Leiter für den Lotzen vorbereitet. Im Vergleich zu einer Yacht dauerte das Anlegen länger. Naja es ist ja auch ein größeres Schiff. An Land wurden die Leinen und die Spring vom örtlichen Hafenpersonal entgegengenommen. Die Behörde ist anschließend an Bord gekommen und hatte unsere Reisepässe gesichtet und mit Stempel versehen. Gegen 20 Uhr konnten wir dann vor Bord. Der Weg war das Ziel. Wir sind durch die Altstadt von Casablanca geschlendert. Der kurze Eindruck von der Stadt hatte mich nicht sonderlich umgehauen. An vielen Ecken lagen Müllberge und die Gebäude in der Altstadt waren vom Zerfall geprägt. Im Center – entlang dem „Boulevard Mohammed V“ – breiteten sich ab 21 Uhr die Straßenhändler aus. Der Rückweg führte uns ganz ohne Navi erneut durch die Altstadt. Viele kleine Geschäfte sind hier angesiedelt. Von zwei Verkäufern sind wir ein wenig belästigt worden die uns unbedingt auf Ihren Laden aufmerksam machen wollten. Ich wollte nur gucken, nichts anfassen – und erst recht nicht die „originalen“ Markenprodukte wie Puma oder Adidas zum „Schnäppchenpreis“ erwerben.

5.12. Marrakesch

Marakesch MarktplatzUm 7 Uhr klang über die Lautsprecher die Melodie von „Sail away“. Beim Frühstück gab es hart gekochte Eier, Birnen, Äpfel und Bananen – alles für Lunchpaket. Der Reisebus holte uns für den Tagesausflug nach Marrakesch um 8 Uhr ab. Ahmed, der Reiseleiter, sprach zwar deutsch, jedoch hatte er seine ganz spezielle Art die Daten und Geschichte von Casablanca und Marrakesch zu erzählen. „Hier links sehen sie das Rathhaus, das Rathaus, links, links – Drei Bürgermeister gibt es in Casablanca, drei….“ Nach dem Stau in Casablanca führte die Route über die Autobahn auf der wir drei oder vier Mautstellen passierten.

Die Gebäude in Marrakesch überwiegen in einem rötlichen Farbton. Der Reiseleiter erklärte uns, dass diese Farbgebung entspannter für die Augen sei. Die Stadt war mit unterschiedlichen architektonischen Stilen durchwachsen. Der Bus setzte uns in der City ab und wir marschierten im Gänsemarsch durch die kleinen Gassen der Stadt. Geprägt von unterschiedlichen Geschäften von Lederwaren, Hütte, Kunstwerken etc. Die Wegelagerer …ähh… Händler machten deutlich und mehrfach auf sich aufmerksam und deuteten auf ihr Geschäft hin. Des Öfteren wurden wir auch von einzelnen Personen begleitet die ihre Gürtel oder Armbänder verkaufen wollten. Ahmed führte uns dann in eine „Apotheke“ mit Vorführung- und Verkaufsraum. Der geschulte deutschsprachige Apotheker stelle seine Produkte wie die „35 Kräutermischung“, Öle und Salben in einer gestrafften Zeit vor. Der eine oder andere wurde zur Massage gebeten. 2€ für 2 Minuten – Hier sei schon mal angemerkt, dass die Probanden zu späterer Stunde keine Erholung verspürt haben. Die Show dauerte ca. 30 Minuten und ein paar Präparate gingen über den Ladentisch. Ich persönlich bin kein Freund von solchen Verkaufs-Veranstaltungen. Die Zeit hätten wir anders nutzen können. Die „Karawane“ zog weiter quer über den großen Marktplatz. Der Bus sammelte uns auf der anderen Seite wieder ein. Gefühlte 300m wurden wir gefahren und besichtigen die nächste historische Sehenswürdigkeit mit prachtvollen Wänden und Decken.

Im Anschluss hatten wir 45 Minuten Zeit die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Bei den verwinkelten Gassen sind wir am Marktplatz geblieben und haben uns im Panorama Cafe einen Tee bestellt und uns das Treiben ein wenig von oben angesehen. Schlangenbeschwörer, dressierte Affen und andere Tiere wurden zur Show gestellt. In den Gängen wurden die Miniaturlasttiere (Esel) vor den Wagen gespannt. Um 16:45 Uhr war wieder Treffen angesagt und der Reisebus holte uns ab. Mit zwei Stopps auf der Autobahn erreichten wir gegen 20 Uhr die Moschee in Casablanca. Mit ein paar anderen sind wir bei „Rick´s Cafe“ ausgestiegen und wollten dort zum Essen einkehren. Leider ging das wohl nur mit Vorbestellung oder es lag an der Größe unserer Gruppe. Für 10 Leute haben wir ein Stück weiter im Restaurant „La Sqala“ zwei Tische bekommen. Wie ich im Gespräch feststellte hatten wir nicht nur zwei sondern drei Ärzte an Bord. Um 22 Uhr waren wir wieder auf Alex.

6.12. Sail away

Alex 2Der Nikolaus brachte am Samstag auch in Afrika was vorbei. Natürlich wurden gestern Abend die Schuhe vor die Kammern gestellt. Um 7 Uhr war wieder allgemeines Wecken angesagt. Die Kombüse hatte heute Pfannkuchen vorbereitet. Das Ausklarieren schien ein wenig schwieriger zu sein. Erst sollten alle zum Hafenbüro, dann doch nicht… Naja, plötzlich war es schon 12 Uhr und es gab Mittagessen. Fisch mit Kartoffeln und Soße. Gegen 13 Uhr machten wir uns fertig zum Auslaufen. „Royal“ und „Bram“ wurden vorbereitet. Von der Großbram hatte ich einen schönen Ausblick auf das Schiff. Allerdings merkte ich oben im Mast das Schwanken des Schiffes schon deutlich. Beim Setzen der Großobermars liefen wir bei guter Stimmung an Deck wieder im Kreis um die Winschen. Um 15 Uhr gab es die Geburtstagstorte für unser heutiges Geburtstagskind. Der Konditormeister aus der Küche zauberte eine leckere Torte. Ich konnte gar nicht so viel Essen da es um 17:30 Uhr schon wieder Abendbrot gab.

7.12. Backschaft

P1010477Zur Backschaft wurde ich um 6 Uhr geweckt. Zwei aus jeder Wache waren eingeteilt und auch zum Dienst angetreten. Auf- und Eindecken für die Crew war angesagt. Mit 6 Leuten war das unter der Anleitung von Jutta kein Problem. Nach dem Frühstück habe ich den Spüldienst übernommen. In der kleinen Zelle gegenüber der Küche ist auch nicht unbedingt mehr Platz für Personal. Die Industriespüle brauchte ca. 3-4 Minuten pro Durchlauf. Zur Backschaft gehörte auch ein Teil des Reinigungsdienstes auf dem Schiff. Unser Part am Sonntag war die Reinigung des Kartenhauses. Zwischen Frühstück und Mittag war das aber schnell erledigt. Gefühlt gab es den Tag nur Essen – Frühstück, Mittag mit leckerem Kassler um 12 Uhr, Kuchen um 15 Uhr und dann auch schon wieder Abendbrot um 18 Uhr. Ab 20 Uhr war dann aber auch Ruhe eingekehrt. Über den ganzen Tag betratet war ich wohl nur zwei Stunde an Deck.

8.12. Seetag

Vortop„Wasser, Wasser, Wasser überall“ – so kannte ich es auch aus dem Lied von Santiano. Soweit das Auge reichte war nur Wasser zu sehen. Der Atlantik war ruhig. 18 Grad Außentemperatur, leicht bewölkt. Zum Frühstück gab es gebratenen Speck. In der Wachzeit gab es einen Vortrag über das Wetter. Wie entstehen Winde und einen Einblick zum Thema „Jetstream“. Dann war auch schon Mittag. Linseneintopf mit Wurst. Eine kleine Führung durch den Maschinenraum. Wie das Zusammenspiel der ganzen Einrichtung an Bord funktioniert war sehr interessant. Zum Abendbrot gab es Pizza „Alberto“. Wahlweise mit Tunfisch oder Schinken – sehr lecker. Erster Ausguck und viertes Ruder standen heute Abend für mich auf dem Wachplan. Der Mond war noch nicht aufgegangen und es war stockfinster an Deck. Ca. 5 Minuten habe ich gebraucht um mich vernünftig an Deck zu orientieren.

9.12. Noch ein Seetag

Der KrusDie Beiden aus der Kombüse hatten diesen Dienstag wieder Pfannkuchen vorbereitet. Auch wenn es wieder lecker war konnte ich um 7:30 Uhr nicht so viel essen wie ich gerne gewollte hätte. Schließlich gab es ja um 12 Uhr schon wieder die nächste Mahlzeit :) Mit den lauten Worten „Gute Wach & Gute Ruh“ begann unsere Wache. Brassen war angesagt. Vorsegel und Groß haben wir an Steuerbord dicht geholt. Langweilig wurde uns nicht. Das Thema Halsen mit der Bark mussten wir dann zurückstellen. Zum Mittag wurde Gulasch aufgetischt. Im Anschluss wurde auf Deck gezeigt wie ein „Tausendfüssler“ gebaut wird – Relativ einfach, aber es dauerte so seine Zeit bis 3m entstanden waren. Die 4-8 Wache haben wir um 20 Uhr mit dem Lied „Guten Abend, gute Nacht…“ abgelöst. Julia hatte uns einen kleinen Vortrag über die KVR gehalten. Vieles kannte ich bereits vom SBF-See. Es war aber gut das nochmal zu hören. „Welche Lichter muss ein Beilieger nachts führen?“ war die Frage ans Publikum. Die Wassertemperatur betrug 20 Grad und war damit 1 Grad wärmer als die Luft. Der Rest der Wache war recht entspannt und wir konnten vom Achterdeck wunderbar die Sterne beobachten. Der Mond ging heute erst später auf als gestern. Mal sehen wie es morgen wird.

10.12. Die Kanarischen Inseln

Um 7 Uhr wurde ich wieder geweckt. Zur Abwechslung gab es heute Müsli zum Frühstück. Also neben Baguette, Brot, Aufschnitt und anderen Angeboten. Beim Sonnenaufgang waren die Bergspitzen von Lanzarote kurz zu erkennen. Allerdings verschwanden diese auch schnell wieder im Sonnenlicht und ein Schleier bedeckte die Kanarischen Inseln am Horizont. Die Line hatte uns mit Unterstützung von Julia die Manöver Wende und Halse mit der Bark anhand eines Modells erklärt. Es war eher eine ruhige Wache. Viel an den Segeleinstellungen haben wir nicht verändert. Curry-Huhn mit Reis gab es zum Mittag. Schon wieder leckeres Essen, das mit einem Nachtisch aus Eis und Ananasstücken abgerundet wurde. In der Freiwache habe ich der 0-4 Wache ein wenig unterstützt und bin mit auf die Bram am Vormast geklettert um die Zeisinge zu lösen. Die nächste Runde für die Tausendfüßler wurde eingeleitet. Als ich um 15 Uhr eine kurze Pause einlegen wollte gab es ganz unverhofft Kuchen in der Messe. Und ich meine „unverhofft“ da für diesen Tag nichts an die Tafel in der Messe angekündigt wurde :) „Viel Erfolg“ war stattdessen zu lesen. Die Leichtmatrosen hatten heute von 13 – 16 Uhr ihre Prüfungen und es haben alle vier bestanden. In unserer Wache war es wieder recht ruhig. Wir haben uns über den Törn ausgetauscht und über gemachte Erfahrungen berichtet.

11.12 Teneriffa

Vor AnkerGegen 9:30 Uhr war die Nordküste von Teneriffa zu sehen. Julia hatte uns zu einer „Brassparty“ eingeladen und wir haben die Groß an Steuerbord dicht geholt. Gegen 10 Uhr wurde mir das Steuer anvertraut. Tja, das hatten sie jetzt davon :) Kurs 240 Grad und Peilung auf die Küste am Horizont. Zwei Mal ist mir die Alex leider aus dem Ruder gelaufen. Die Royel und Bram wurden mittlerweile eingeholt und wir steuerten auf eine Bucht zum Ankern zu. Um 11:30 Uhr hatte der Kapitän das Ruder übernommen. Die Ankerkette an steuerbord fiel 3 Strich. Also ca. 82,5 m. Mittag – schon wieder essen :) Nudelauflauf mit Schinken. Christian hatte heute Geburtstag und es gab Kuchen zum Nachtisch. Wir haben natürlich auch alle für Ihn gesungen. „Klar bei Foto“. Um 14 ging es ins Rigg um die Segel zu hübsch zu machen. Nachdem wir im Vortop herumgeturnt sind, warteten wir gespannt auf´s „Captain Dinner“ um 18 Uhr. Ein 5-Gänge Menü hatte die Küche vorbereitet! Eine super Leistung für die Anzahl an Personen. Es wurden die unterschiedlichsten Darbietungen der drei Wachen, Topsis und anderer Seeleute geboten. Es gab die Alex als Torte, ein Knotenbrett und ein T-Shirt für die drei Topsis. Eine sehr unterhaltsame Darbietung die jeweils mit einem 7-3-1 beendet wurden. Im Anschluss startet die Afterparty an Deck. „Ein kleiner Mann wollte tanzen gehen….“ wurde gesungen und getanzt. Vorwärts war das alles auch kein Problem, jedoch hatten wir beim Rückwärtsgang in der Hocke so unsere mitreißenden Momente :)

12.12. Santa Cruz de Tenerifa

P10105017 Uhr wecken für alle Mann. Frühstück und dann wurde Reinschiff gemacht. Unsere 8-12 Wache hatte das Vorschiff zum klarieren bekommen. Mit Staubsauger, Feudel und Wischlappen ging es dann von oben nach unten durch Schiff. Um 9 Uhr wurde die Ankerkette eingeholt und Kurs auf den Hafen von Teneriffa genommen. Im nördlichen Hafenbecken lagen bereits Kreuzfahrtschiffe von AIDA, MSC und TUI. Wir legten im südlichen Becken neben der Marina an. Gegen 14 Uhr bin ich noch mal hoch ins Rigg um ein paar Schnappschüsse von der Stadt zu machen. Die Stadt habe ich mir dann auch von Näherem mal angesehen. Der Reiseführer hatte eine Route vorgeschlagen von der ich allerdings ein wenig abgewichen bin. „Celle del Castillo“ ist die Haupteinkaufsstraße. Angelockt hat mich keins der Geschäfte. Shoppen kann ich auch in Germany. Geschmückt mit Lichterketten und ein paar Weihnachtsmännern sollte die Weihnachtszeit hervorgebrachte werden. Jedoch kam mir bei 25 Grad nicht gerade Weihnachtliche Stimmung auf.

Unsere Wache ist zum Abendessen wieder in die Stadt gegangen. Unsere Topsi Julia hatte die Reiseleitung und führte uns in eine Nebenstraße mit unterschiedlichen Restaurants und Bars. Für 15 Leute war es nicht einfach einen Tisch zu finden. Beim dritten Anlauf hatte es gelklappt und wir waren in einer Tapas Bar gelandet. Tapas für alle konnte oder wollte der Kellner nicht umsetzten. Die Gerichte waren alle gut und lecker. Mein Teriyaki-Huhn hätte gerne mehr sein dürfen.

13.12. Schlucht von Masca

MascaZum letzten Mal wurde um 7 Uhr geweckt. Von Torfrock drang „Unser Häupling heißt Rote Locke“ aus den Lautsprechern, gefolgt von ein paar Informationen zur Abreise. Nach dem Frühstück habe ich den Mietwagen von „cicar“ am Hafenterminal abgeholt. Im Büro wurde mir der Schlüssel fürs Auto übergeben und das war´s auch schon – keine Kontrolle ob Schrammen oder Beschädigungen am Auto sind. Die beiden Mitfahrer passten ohne Probleme in den Corsa. Auf dem Weg zur Schlucht von Masca wurde noch ein kleiner Stopp am Flughafen Süd eingelegt um Claus abzusetzen. Dann ging es in die Berge. Kurz vor Masca bot sich noch ein wunderbarer Blick auf einen Regenbogen der im Tal seinen Ursprung hatte. In Masca fing es leider ein wenig an zu Regnen. Da wir aber unsere komplette Ausrüstung vom Segeln dabei hatten war das kein Problem. Naja fast, die Regenjacke lag natürlich ganz unten im Seesack :)

Um 11:20 Uhr ging es auf bzw. ab in die Schlucht. Die Natur hatte auf dem 5,4 km Wanderweg eine großartige Vegetation zu bieten. Verschiedene Gesteine in unterschiedlichster Anordnung und Form. Der Weg war teilweise nicht leicht. Zwischen den Felsen mussten wir durch krabbeln oder auch hinauf. Alternative Routen gab es nur selten. Diese führten dann allerdings direkt durch den Bachlauf und hätten für nasse Füße gesorgt. Der Nieselregen hörte nach ein paar Minuten auf und wandelte sich in eine leichte Bewölkung. Was uns auf dem 140 minütigem Weg sehr entgegen kam. Im Reiseführer waren hier 150 Minuten angegeben. Wir haben keine Pause eingelegt und haben drei Gruppen überholt. Zu bedenken ist der Sonnenuntergang, der im Dezember am 18 Uhr einsetzt. Am Ende der Schlucht erreichten wir den Strand. In unserer 45 Min. Pause bei strahlendem Sonnenschein sammelten zwei Boote die Touris ein. Tickets konnte man am Stand erwerben. Da unsere Auto allerdings 600m Höher stand was das Boot keine Option und wir haben den Rückweg angetreten. Kaum hatten wir ein paar Schritte getan zogen schlagartig Wolken vor die Sonne und es fing wieder an leicht zu regnen. Zwischendurch kam noch Wind dazu, sodass der Regen von der Seite kam. Es war wie bei Forest Gump – als der Regen von oben, der Seite und manchmal auch von unten zu scheinen kommt. Die letzten zwei Kilometer waren schon anstrengend. Die leichte Sommerhose war vom Regen durch und die Schuhe hatten auch ihre Grenzen erreicht. Im Reiseführer war der Aufstieg mir 3:30 Stunden angegeben. Wir haben es in 2:20 geschafft. Damit waren wir schneller oben als unten :)

14.12. Playa de la Amaricas

Das „Palm Beach Resort“ lag am Wasser und mit dem Navi haben wir es am Vortag auch schnell gefunden. Das Appartement war mit einer kleinen Küchenzeile, Tisch, zwei zusammengestellten Betten sowie Sofa und Sessel ausgestattet. Vom Balkon kann man Pool und Strand sehen und blickt auf einen kleinen Teil der Promenade. Vor den Restaurants lauern überall die Wirte und wollen einen mit Außergewöhnlichem hinein locken. Schlimmer sind noch die Straßenhändler die mit „Best Price“ auf einen zukommen und belästigen. Obwohl die Sonne am Horizont verschwindet wurden mir noch Sonnenbrillen angeboten. Furchtbar. Zu späterer Stunde waren es dann Uhren, „Drinks or Cigarettes“.

Das Hardrock Cafe befindet sich ca. 20 Minuten vom Hotel entfernt. Leider war heute keine Livemusik, aber das Essen war dafür richtig lecker. Nudeln mit Käse überbacken und Hähnchenbrust.

15.12. Strand-, Pool- und Relax-Tag

Heute stand ursprünglich ein Ausflug zum Berg „el Thiede“ auf dem Plan. Allerdings habe ich das Vorhaben nach einem späten Frühstück über den Haufen geworfen und habe mich eine Weile am Sandstrand vor der Tür niedergelassen. Später folgten noch ein paar Bahnen durch den Pool im Hotel. Für die Liegen am Pool möchte das Hotel 5€ pro Woche kassieren. Der herrenlose Stuhl zwischen den Liegen war jedoch kostenlos und reichte um Rucksack und Handtuch abzulegen. Eine Wolkenfront zog in westliche Richtung ab 14:30 Uhr über das Gebiet. Es wurde ohne Sonne schnell kühl, der Stand leerer und das Meer ruhiger. Nur die Wellenreiter vor dem Surferstrand harrten der Dinge und warteten geduldig auf die eine oder andere Welle. Der Tripadvisor hatte das Restaurant „Bannana Garden“ empfohlen. Dieses lag direkt vor meinem Hotel. Leider ist es im Keller was den Ausblick auf das Meer und Umgebung deutlich erschwert. Das Ambiente ist gut und es wirkt gemütlich. Die Tanzfläche ist ebenso überschaubar wie die Bühne auf der an manchen Tagen eine Flamenco Show gezeigt wird. Aber nicht heute. Scheinbar ist 18:30 Uhr auch nicht die Zeit zum Essen – wir waren insgesamt drei Gäste. Später füllten noch vier Kinder und ein paar Erwachsene das Restaurant. Für die 7 Nachos mit Hähnchen und Käseüberbacken habe ich 9,50€ gezahlt. Zubereitung und Geschmack waren sehr gut – es hätte jedoch mehr sein dürfen. Ein Besuch in der Cocktail-Bar „Papagayo Beach Club“ ist sehr zu empfehlen. Eine Chillout-Lounge direkt am Strand mit modernem Ambiente. Für einen entspannten Sonnenuntergang sind sowohl Stühle als aus Liegen an der Promenade und im Obergeschoss vorhanden. Neben einer vielfältigen Cocktail-Karte (ca. 8€ pro Cocktail) werden auch 52 Speisen angeboten. Als Nachtisch zu den Nachos habe ich mir den Crêpes mit Vanilleeis gegönnt, der sehr ansehnlich serviert wurde.

16.12. Abreise

Abfahrt um 9:30 vom Hotel. Am Flughafen war ein ausreichendes Angebot an Parkplätzen für die Mietwagen. Der Schalter von cicar ist in der Ankunftshalle. Bei der Übernahme in Santa Cruz musste ich eine Tankkaution von 22,50€ für einen ¾ Tank abgeben. Zurück gegeben habe ich den Corsa mit ¼ Tank und erhielt 9€ wieder. Dafür brauchte ich mich nicht ums tanken kümmern. Zumal im Fahrzeug keine Papiere zu finden waren und dem Tankdeckel konnte ich auch keine Hinweise zu dem benötigtem Kraftstoff entlocken. Eine Kontrolle des Fahrzeuges gab es auch nicht. Nur Schlüssel abgeben und fertig.

 

Alex2 – Törnverlauf.pdf

Sonntag, Juni 09th, 2013 | Author:

AIDAmar Nachdem Markus und ich uns Anfang April kurzerhand entschlossen haben eine Reise mit der der AIDA zu unternehmen haben wir auch noch zwei Freiwillige gefunden die tatsächlich bereit waren mit uns eine Woche auf See zu verbringen :)
Am Samstagmorgen startete die Autofahrt von Hamburg über Rostock nach Warnemünde. Die heitere Fahrt verlief ohne Stau und wir erreichten die AIDAmar um 12:30 Uhr. Eine pünktliche Anreise hatten wohl auch mehrere geplant, sodass wir im Kreuzfahrtterminal auf eine Warteschlange stießen. Die Taschen und Koffer wurden uns freundlicherweise schon vor dem Eingang abgenommen und wurden aufs Zimmer gebracht. Check-In bei Franzi an Schalter 7, weiter durch die Sicherheitskontrolle und dann über Deck 3 rein ins Schiff. Unsere Innenkabine lag mittig auf Deck 4 und wie erwartet war diese mit 4 Klappbetten ausgestattet.
Erkundung des Schiffes. Im Verglich zur AIDAcara mit 11 Decks und 590 Kabinen ist die AIDAmar mit 14 Decks und fast doppelt so vielen Kabinen (1097) auch spürbar größer. Erstaunlicherweise habe wir Vier uns die ganze Woche nicht auf allen Decks suchen müssen. Was so ein bisschen Absprache ausmacht… Um hier schon mal vor zugreifen – Es haben sich auch 3-4 Treffpunkte heraus kristallisiert. Ebenso war die Wahl des Restaurants auch kein Problem obwohl wir immerhin 7 zur Auswahl hatten. Naja, lassen wir mal die Feinschmecker-Restaurants mit Aufpreis weg bleiben „nur“ 4 zur Auswahl. Und das „Bella Donna“ haben wir uns auch gleich mal näher angesehen. Meine Vorsätze sich nicht zu jeder Mahlzeit voll zustopfen bis nichts mehr passt konnte ich zumindest bei diesem Mittagsbuffet einhalten. Aber dabei sollte es bei den anderen Tagen nicht bleiben. Meine Mitreisende können das leider bestätigen :) Um 15 Uhr wurde eine geführte Tour durch das Schiff angeboten. Markus, Hinnerk und ich folgten Hanna von der Entertainment Crew durch das Schiff. Im „Buffalo Steakhouse“ wurden uns dann ein paar kleine Fleisch-Spieße angeboten – Schon wieder Essen…
Einen Blick hinter die Kulissen war leider nicht möglich. Um 17 Uhr war die Sicherheitsübung angesetzt. Die Schwimmwesten aus der Kabine holen und dann auf Deck 5 zur zugeteilten Musterstation E. Nach der Übung wurde im Theatrium ein Vortrag über Tallinn gehalten. Nach dem Abendessen fanden wir uns auf Deck 11 zur Begrüßung & Poolshow ein. Neben vielen Schlagerhits wurde auch eine Lasershow gezeigt, die von der LED-Wand mit Bildern begleitet wurde. Noch war es am Abend sehr frisch, aber die Vorhersagen für die nächsten Tage lagen zwischen 25 und 30 Grad.

1. Seetag – Sonntag, 2.6.
AnytimeBar„Ach, schon halb 10!“ Nach einer ruhigen Nacht war es langsam an der Zeit aufzustehen. Obwohl wir einen „straffen“ Zeitplan für das Badezimmer hatten, mussten wir kurz nach 11 feststellen, dass wir das Frühstück verpasst hatten. Zum Glück gab es um 12:30 Uhr schon wieder das Mittagessen. Der Tag verging wie im Flug. Die Sonne schien kräftig auf die Oberdecks und es dauerte nicht lange bis ich mich im Whirlpool wiederfand. Herrlich, wie im Urlaub! Am Abend lief im Theatrium die Show „All schook up!“ Leider haben wir für diese Rock´n´Roll Vorstellung keine Sitzplätze mehr bekommen und mussten uns Elvis im Stehen ansehen. Die Anytime-Bar wurde für eine Beach-Party geschmückt. Neben der guten Dekoration und der Hawaii-Halsketten der Crew fehlten nur noch ein paar „Hula Hula“ Tänzer-/innen. Aber man kann ja nicht alles haben :)

Auf der geplanten Strecke (ca. 560 sm) nach Tallinn musste der Kapitän auf Grund eines medizinischen Notfalls an Bord vor Godland einen Stopp einlegen und den Patienten ausschiffen.

Tallinn, Estland – Montag, 3.6.
Tallinn - OberstadtDie AIDAmar hatte nördlich vom „Old City Harbor“ am „Cruise Vessels“ Anleger festgemacht. Neben uns versperrte die „Celebrity eclipse“ mit 2850 Passagieren und 17 Decks die Sicht auf die Altstadt von Tallinn. Das sonnige Wetter entsprach der Vorhersage und brachte zur Mittagszeit 26 Grad. Für den heutigen Tag war ich der Reiseführer für die Gruppe A und orientierte mich an der im Internet gefunden Route eines Audioguides. Das erste Ziel war die „Dicke Margarethe“ im Norden der Altstadt. Dieses Museum der Schifffahrtsgeschichte hatten wir uns am Ende des Rundgangs noch mal von innen angesehen. Zunächst holten wir uns einen Überblich und Ausblick über die Stadt von der im 13. Jahrhundert gebauten Olaikirche. Rund 230 Stufen führten den engen Weg nach oben auf den Turm. Ab 10 Uhr ist dieser zu besichtigen und kostet 2€ Eintritt pro Person. In Richtung Süden auf der „Lai“ trafen wir auf die AIDA-Straße und setzten den Marsch über „Pikk Ialg“ zum Dom der Heiligen Jungfrau Maria fort. Verschiedene Aussichtsplattformen boten einen herrlichen Ausblick über die Dächer der mittelalterlichen Stadt. Im Süden der Oberstadt ist die Alexander-Newsky Kathedrale nicht zu übersehen. Gegenüber ist der Regierungssitz von Estland, das Toompea-Schloss mit dem „Langen Herrmann“. Kiek in de Kök und der dänische Königsgarten waren unsere nächsten Anlaufpunkte. Hier ist übrigens das Gruppenbild der Reisegruppe A aufgenommen worden. Auf dem Weg zum Viru-Gate schlenderten wir abseits vieler anderer Touristen die Müürivahe entlang. Rund um den Marktplatz von Tallinn wurden mittelalterliche Stände aufgebaut und lockten die Touristen mit Souvenirs und heimischen Produkten an. Markus hatte sich bereits in der Oberstadt mit gebrannten Mandel eingedeckt und hatte noch welche in seinem Rucksack :) Nach einem kurzen Abstecher zum Dominikanerkloster traten wir den Rückweg zum Schiff an. Nach 5 Stunden und ca. 8km hatten wir einen Eindruck von der 1000 Jahre alten Hansestadt gewonnen.
Um 16 Uhr startete das Offiziers-Shaken auf dem Pooldeck. 6 Cocktails zum Preis von 5 war ein Angebot das wir (ich will jetzt mal keine speziellen Namen nennen) nicht abschlagen konnten und gleich zwei Mal zugegriffen hatten. Oder waren es doch drei Mal? Es wurde auch schon bald das Abendessen serviert und wir konnten die ausgelassene Mittagspause nachholen. Um 20:30 Uhr hatten wir uns im Theatrium niedergelassen um die Show „Heart“ und die akrobatischen Leistungen des „Varieté Eden“ zu bestaunen.

St. Petersburg, Russland – Dienstag, 4.6.
20130604-073-img_4470_2_4_6_tonemappedUnser Liegeplatz für diesen Tag war „Marine Facade“ auf der Vasilievsky-Insel gewesen. Und wieder schien die Sonne und es wurden 30 Grad für heute vorhergesagt. Für die Einreise nach Russland wird ein Reisepass und ein Visum benötigt. Das Tagesvisum wurde über den im Vorfeld gebuchten Ausflug von AIDA bereitgestellt.
Nach dem Frühstück war der Treffpunkt für den Ausflug „PET19“ um 9:15 Uhr am CafeMare auf Deck 10. In der Gruppe ging es dann geschlossen von Bord und durch die Passkontrolle zu den Bussen. Unsere Gruppe mit ca. 30 Teilnehmern wurde von unserer Reiseführerin Olga empfangen und es ging in Richtung Innenstadt zur U-Bahn Station Primorskaya. Die Rolltreppe schien endlos lang zu sein und es dauerte auch seine Zeit bis wir unten angekommen sind. „Rechts stehen, links gehen“ funktioniert hier nicht nur auf der Rolltreppe, sondern im ganzen U-Bahn Bereich. Vier Stationen waren es zum Alexander-Newskij-Kloster. Die U-Bahn Station wurde von einem großen Mosaikbild dominiert auf dem ein Schlacht zu Ritterzeiten zu sehen ist. Olga hat uns sicherlich erklärt um welches historisches Ereignis es sich hier handelt, aber ich kann mir auch nicht alles merken. Im Kloster wurde gerade eine Predigt gehalten und wir hatten einen Einblick in die russische Religion bekommen. Auf dem angrenzenden Friedhof wurden uns Grabstätten von verschiedenen berühmten Personen wie Tschaikowski gezeigt und erläutert.
Weiter ging es mit dem Bus durch die Stadt. Einen kleinen Zwischenstopp legten wir vor einem Souvenirgeschäft ein und hatten ganze 20 Minuten Zeit (bis der nächste Bus kam). Olga kommentierte auf dem weiteren Weg zum Mittagessen die Tour und setzte unsere Reisegruppe von einem für uns reservierten Restaurant ab. Ein 4-Gänge Menü wurde uns serviert und wir konnten uns gestärkt auf den zweiten Teil des Ausfluges freuen. Am westlichen Ende des Newskij Prospekt hatte der Bus angehalten und Olga führte uns über den Dvortzovaya Platz. Wir hatten jetzt eine Stunde Freizeit und schlenderten zur Blutkirche. Der weitere Weg führte uns durch den Mikhaylovsky Park und zurück zum Newskij Prospekt. Den Bootsanleger für die „Hafenrundfahrt“ auf der Neva hatte Olga uns vorher gezeigt, so dass wir keine Probleme hatten den Einstieg im Nebenkanal zu finden. Eine Stunde ging die Fahrt auf der Barkasse und die Reiseführerin kommentierte ohne Pause die ganzen Objekte wie Peter und Paul Festung sowie die Geschichte der Eremitage mit ihrer Kunstsammlung. Im Anschluss beförderte der Reisebus uns zur Isaakskathedrale wo wir einen kurzen Stopp einlegten um Bilder zu scheißen. Zurück zur AIDAmar. Die Passkontrolle dauerte sehr lange. Ob es an der Technik oder am Personal lag, mag ich lieber nicht beurteilen. Es war auf jeden Fall ein interessanter, informativer und heißer Tag in St. Petersburg.
An Bord wurde um 21:30 Uhr auf dem Pooldeck die „White Russian Poolparty“ eröffnet. Das AIDAmar Show Ensemble führte einige landestypische und vielleicht auch landesuntypische Tänze auf. Um 24 Uhr war die Sonne zwar schon seit 46 Minuten untergegangen aber es war immer noch hell und ein blauer Himmel war auf der Fahrt nach Helsinki zu sehen.

Helsinki, Finnland – Mittwoch 5.6.
20130605-107-img_8286In der finnischen Hauptstadt war unser Liegeplatz im Süden der Stadt. Vom LHC Cruise Quay Munskkisaari wurden von AIDA Shuttlebusse ins Centrum für 10€ angeboten. Unsere heutige Reiseleiterin der Reisegruppe A führte uns vom Schiff zur nächstgelegenen Straßenbahn und wir landeten vor den Toren der Markthalle. Leider war diese auf Grund von Baumaßnahmen geschlossen. Am Marktplatz mit vielen kleinen Souvenirständen luden auch zahlreiche kulinarische Angebote zum Verweilen ein. Der Fähranleger zur Seefestung „Suomenlinna“ grenzte an den Marktplatz an und wir nutzten die Wartezeit für einen Bummel über den Markt. Keine 10 Minuten dauerte die Fahrt vorbei an kleinen Inseln mit typischen Holzhütten zur Festung. Eine 1,6km lange „blaue Linie“ dient als Orientierung auf der Insellandschaft und führt von Norden nach Süden. Von den Kanonen an der Südspitze konnten wir die AIDAmar entdecken. Die Landschaft mit ihren kleinen Hügeln und Felsen würde ich als „klein Schottland“ bezeichnen. Nach 4km Wanderung und vielen Fotos (ja, vielleicht zu vielen Fotos) mussten wir einem verspäteten Zeitplan in Kauf nehmen. Wir erwischten gerade noch eine Fähre zurück zum Festland.
Das nächste Ziel war die nahe gelegene Uspenski-Kathedrahle. Nach einem kurzen Blick hinein fuhren wir mit der Straßenbahn in die Straße „Aleksanterinkatu“. Hier teilten sich kurz die Wege der Reisegruppe A – Die Drei besuchten das Kaufhaus Strockmann und ich machte mich auf die Suche nach dem Hardrock Cafe und meine Kollektion der Cocktailgläser zu erweitern :) Nach 15 Minuten trafen wir uns wieder und starteten die „Suche“ nach der Felsenkirche. Nachdem wir zwei Karten und zwei GPS-Geräte im Einsatz hatten weil wir drei Blocks zu weit waren, hatten wir die Felsenkirche doch finden können. Eine in Felsen eingelassene runde Kirche mit Glas- und Kupferdach. Den Chor haben wir knapp verpasst und konnten von der Akustik leider keinen Eindruck bekommen. Nun war es aber an der Zeit den Rückweg anzutreten – Schließlich wollte ich das Schiff nicht verpassen. Die Ausarbeitung und Planung von Ruta konnten wir daher leider nicht zu Ende bringen und mussten die Rundreise mit der Straßenbahn und die Besichtigung des Olympiastadions mit dem Finger auf der Karte durchführen. Auf dem Rückweg mit der Straßenbahn standen wir im Stau und entschlossen uns eine Station vorher umzusteigen. Nach ein paar Minuten zu Fuß erreichten wir die AIDAmar 10 Minuten vor dem geplanten Auslaufen. Der Kapitän teilte uns mit, dass wir auf Grund technischer Probleme im Moment nicht auslaufen könnten. „Schade, Schade, Schade – was für ein Drama was für ein Leid…“ Diese passenden Worte hörten Markus und ich beim Bingo in der AIDAbar als wir uns das Abendprogramm mit den 90 Kugeln angesehen hatten. Gegen 22 Uhr hieß es dann „Leinen los“ und wir sind beim Sonnenuntergang in Richtung Schweden gefahren.

Stockholm, Schweden – Donnerstag 6.6.
20130606-164-img_8576Nachdem wir verspätet in Helsinki abgelegt haben konnte die ADIA die 250sm ohne weitere technische Probleme überwinden, jedoch nicht in der geplanten Zeit. Wir haben erst gegen Mittag am Liegeplatz Stadsgarden 167 festgemacht. Das war nicht weiter schlimm – so hatten wir beim Frühstück genügend Zeit und konnten die Fahrt durch die Scheren genießen. Wir wurden von diversen Schiffen und Boote auf dem Weg zum Anleger begleitet.
Unsere Scouts Markus und Hinnerk lotsten uns zuerst in die Altstadt durch die engste Gasse der Stadt. Nach eigenen Angaben hatte die beiden auch die königliche Brigade mit ihrem Ritt durch die Stadt bestellt. Es könnte aber auch am Nationalfeiertag gelegen haben. Weiter ging es auf die Insel „Ridder Holmen“ wo wir einen Blick auf das Rathaus auf der westlich gelegenen Uferseite hatten. Dieses Wahrzeichen der Stadt war auch das nächste Ziel. Durch den Innenhof gelangt man zur kleinen Parkanlage an der Wasserseite. Eine Besichtigung des 105m hohen Turms haben wir ausgelassen und sind zum Hauptbahnhof geschlendert. Ein Ticket am Automaten zu kaufen gestaltete sich doch schwieriger als angenommen. Aber Markus ließ sich davon nicht unterkriegen und organisierte welche bei der Touristeninformation. Ein paar Stationen weiter nördlich sind wir ausgestiegen und haben nach wenigen Minuten das von mir gewünschte Ziel erreicht. Das Hard Rock Cafe Stockholm. Nach einer Erfrischung und einem Glas mehr in meiner Sammlung marschierten wir die Straße Sveavägen runter und dann irgendwann links entlang der Hafenpromenade Richtung Djurgarden. Das Vasa Museum mit dem am 10.8.1628 gesunkenen Kriegsschiff war interessant. Nur leider konnte das 1961 geborgene Wrack nicht von innen besichtigt werden. Die Ausstellung des königlichen Schiffes streckt sich über 6 Etagen. Mindestens eine Stunde sowie das nötige Kleingeld von 15€ sollte man zur Besichtigung einplanen. Um 18 Uhr wurden wir auch gebeten das Gebäude zu verlassen. Jetzt noch schnell mit der Hop-On-Hop-Off Fähre zur AIDA zurück – so war der Plan. Aber ab 17 Uhr fahren die Schiffe nicht mehr. Die verbleibende Stunde bis zum Ablegen haben wir also mit einem sportlichen Fußmarsch verbracht. Bevor wir aber losgingen hatten Hinnerk und Markus noch eine Überraschung auf der gesperrten Straße für uns vorbereitet. Die königliche Familie fuhr mit zwei Kutschen an uns vorbei. Und ich bin mir sicher die Kronprinzessin Victoria hat mir (ja, mir ganz alleine) zugewunken :) Die AIDAmar erreichten wir zwei Minuten von Torschluss und als Markus als letzter die Ausweiskontrolle passierte hörten wir die Worte „completed“. Es kann nicht jeder der Letzte sein, aber das hatte Markus bestimmt auch vorbereitet :) Die Show im Theatrium „Gutes Benehmen leicht gemacht“ war leider nicht so witzig wie gedacht. Dafür hatten wir wieder einen schönen Sonnenuntergang bei der Fahrt durch die Scheren.

Seetag, Ostsee – Freitag 7.6.
Route Ostsee 2Relax und spa waren die Schlagwörter für diesen Tag. 527sm sind es von Stockholm nach Warnemünde. In aller Ruhe aufstehen und frühstücken. Den separaten Wellnessbereich hatten wir bereits am Anfang der Reise gebucht und konnten nun von 9 – 20 Uhr diesen Bereich nutzen. Auf die Liege, fertig, los! Nachdem wir die letzten Tage unzählige Kilometer gelaufen waren, war das eine sehr entspannte Abwechslung in einer ruhigen Atmosphäre. Der Whirlpool blubberte vor sich hin und von 2000 Leuten an Bord war nichts zu merken. Der einzige Termindruck den wir hatten war die Massage um 16 Uhr :) Aber das konnten wir in der Sauna und auf den verschiedenen Liegen gut aushalten. Hier möchte ich noch mal anmerken, dass die 20€ im Sommer nicht unbedingt für diesen Bereich nötig sind. Aber im Winter, wenn draußen Schnee liegt, ist das bestimmt super. Der sonnige Tag neigte sich dem Ende und ich hatte das Gefühl die Hälfte der Gäste wollten wie wir auch um 20 Uhr zum Abendessen. Jetzt waren die 2000 Leute doch viel präsenter als im spa-Bereich und die Warteschlange vor dem Markt-Restaurant füllte sich von Minute zu Minute. Markus und ich wollten heute eigentlich am Jackpot-Bingo teilnehmen, hatten aber zu Gunsten des Buffets nicht teilngenomme. Ab 21:30 Uhr – also gleich nach dem Abendessen – startete die Farewell-Show auf dem Pooldeck. Nach einer Ansprache vom Kapitän zeigten diverse Tänzer ihn können. Der Entertainment Manager Martin erzählte uns noch den Verbrauch an Lebensmittel den wir in dieser Woche verbraucht hatten auf. Unter anderem waren es: 10t Fleisch, 3,6t Fisch, 23.000 Eier, 3000 Burger, 2500 l Speiseeis, 8t Obst davon 2,5t Ananas. Zu dem Letzten habe ich sicherlich meinen Teil beigetragen.

Fazit
Es war wieder mal eine schöne Reise bei bestem Wetter. Wir haben viel gesehen und haben einen Einblick in andere Länder und Kulturen gewonnen. Meine Sammlung von Hard Rock Cafe Gläsern kannte ich auf insgesamt 9 erweitern. Mal sehen wann ich das nächste Mal beim „Lächeln zu Hause“ bin. „Stößchen!“

Bilder der Tour findet ihr hier

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Sonntag, März 31st, 2013 | Author:
Puerto de Mogan

Freitag 22.3.13
Auf geht´s nach Gran Canara zum Segeltörn. Puerto de Mogan ist Ziel für den ersten Reiseabschnitt. Die Boing 737-800 von TUIfly brachte Markus und mich nach einer Flugdauer von ca 5 Stunden zum Flughafen der 3.500km entfernten Insel im Atlantik. Im Landeanflug war die Insel unter einer Wolkendecke versteckt und gab sich nach dem Ausstieg aus dem Flieger ein wenig windig. Was uns für einen Segeltörn natürlich sehr entgegen kommt. Die Gepäckausgabe – es sei noch angemerkt, dass ein Seesack mit vielen Bändchen in Hamburg als Sperrgepäck aufgeben werden muss – verlief schnell und ohne Probleme. Ein Taxi brachte uns in rund 30 Minuten zur Appartementanlage in Puerto de Mogan. Wenn ich mir vorher ein paar Wörter der hiesigen Landessprache nachgeschlagen hätte, wäre die Kommunikation mit der Taxifahrerin sicherlich einfacher gewesen und ich hätte nicht nur „spanisch“ verstanden. Das Zimmer oder besser gesagt das Appartement ist geräumig und gut ausgestattet. Sogar ein großer Balkon mit Außendusche und zwei Liegestühlen gehört dazu.
HafenbüroDie erste Entdeckertour durch den Ort führte am Supermarkt Center und ein paar Geschäften vorbei. Der Ort wirkt zu dieser Jahreszeit noch etwas verlassen. An der Strandpromenade liegen diverse Restaurants die für einen Touristenort die Speisekarten in 4 Sprachen bereit halten. Am Pier konnte ein erster Blick auf das Segelschiff die „SY Antares“ geworfen werden. Im Restaurant „Schildkröte“ wurde das Abendessen zu einem angemessenen Preis serviert. In Hotel gab es um 21 Uhr noch eine ABBA-Show. Der Gesang war live und zu ertragen, aber warum waren auf der Bühne nur zwei Personen? Diese Frage konnten wir auch nach einem PinaColada zum Abschluss des Tages nicht klären und wir verließen die Dachterrasse gegen 22:30 Uhr bei milden 16° Außentemperatur.

Samstag 23.3.13
p1000437 Zum Frühstücksbuffet wurden wir vom Ober zum Tisch 51 geführt. Direkt am Fenster mit Blick aufs Shopping Center und der andere Talseite mit einer wenig befahrenen Serpentine. An der Rezeption haben wir Infos über die Umgebung von Mogan erfragt. Leider war die Information von der hilfsbereiten Dame keine große Hilfe – Die Bucht von Puerto de Mogan ist zwar touristisch erschlossen, jedoch erschwert das kleine Tal einen tagesfüllende Ausflug zu planen. Ein kurzer Einkauf bei „SuperDino“ versorgte uns mit Getränken und wir begaben uns auf die Wanderung auf den gegenüberliegenden Berg. Die Serpentinen stellen sich als Privatweg heraus, was den wenigen Autoverkehr erklärte. Bei einer Höhe ca. 100m bot sich ein wunderbarer Blick auf Porto de Mogan. Nach mehreren Metern war die Steilküste erreicht und der Hafen mit der „Antares“ war in dem Panorama zu erkennen. Nach diesem Aufstieg bei gefühlten 28° hat der Pool der Hotelanlage eingeladen um sich ein wenig abzukühlen. Der 1,38 tiefe Pool war nicht überlaufen und es herrschte unter den Sonnenschirmen ein angenehmes Ambiente. Das Sortiment an der Poolbar bot zwar kühle Getränken an, aber die Speise-/Snackkarte war sehr überschaubar und reichte nicht über Sandwiches hinaus. Aber dieses waren ok.
p1000416Um 16:30 Uhr machten wir uns mit Gepäck auf den Weg zum Hafen und waren auf das Boarding bei der „Antares“ gespannt. Der Skipper „Christian“ hat uns begrüßt und ein Teil der Crew war bereits an Board. Markus und ich haben die mittlere Kabine auf der steuerbord Seite bekommen und konnte uns schon mal in Ruhe einrichten und die Yacht erkunden. Von der (fast kompletten) Crew wurde eine Einkaufsliste erstellt und wir haben uns vom „Spar-Markt“ die 60l Trinkwasser und unseren Einkauf zum Anlieger 144 bringen lassen. Nachdem die Crew mit 6 Leuten komplett war haben wir im Restaurant in unmittelbarer Nähe der Yacht das erste Dinner der Reise eingenommen. Es folge eine kurze Einweisung durch den Skipper und zu späterer Stunde ging es dann die die Kojen.

Sonntag 24.3.13
p1000515Am Sonntagmorgen erfolgte die ausführliche Einweisung ins Schiff und der Notfallplan wurde besprochen. Das Frühstück wurde gegen 11 Uhr von der Crew angerichtet und wir konnten im Anschluss aus dem Hafen auslaufen. Kurs in Richtung Teneriffa. Auf einem Teil der Strecke wurde die Yacht von Delphinen begleitet und verschaffte einen tollen Einstieg in den Segeltörn. Unser erstes Reiseziel lag 55sm entfernt und wir erreichten den Hafen „Las Galletas“ um 18 Uhr. Unser Abendessen haben wir heute im Schiff eingenommen – Spagetti Tonno mit Salat und Brot. Von dem Hafen und der Insel habe ich nicht viel gesehen. Allerdings lassen die Sanitäre Anlagen im Hafen zu Wünschen übrig.

Sonntag, März 31st, 2013 | Author:

Montag 25.3.13
Ankerbucht La ComeraUm 7 Uhr hat Christian uns mit Chillout und klassischer Musik über die Bordanlage geweckt. Für einen Urlaubstag fand ich es zwar früh aber sehr entspannt. Wir haben bei milden Temperaturen draußen gefrühstückt. Um 10 Uhr sind wir ausgelaufen. Für Freitag war für Olli eine SKS Prüfung geplant und der Skipper hat mit ihm „Mann über Bord“ Manöver unter Motor geübt. Heute haben wir auch „Gerda“ kennen gelernt – Eine mit wenig Wasser gefüllte Boje für das besagte Manöver. Markus und ich wollten uns das Training nicht entgehen lassen und haben das Manöver „Gerda über Bord“ ebenfalls vor der Küste Teneriffa gefahren. Frauke hatte es (sogar bei uns) jedes Mal geschafft die Garda wieder an Bord zu bringen. Neuer Kurs Zwei-Sieben-Null. In Richtung Westen liegt die Insel La Gomera die wir heute erreichen wollten. Der Ostwind war leider sehr schwach und hauchte maximal mit 2 kn. Die Crew nutze die Gelegenheit um einen „Schmetterling“ zu fahren. Jedoch haben wir nach kurzer Zeit auf Motor gewechselt um die Insel noch bei Tageslicht zu erreichen. Auch auf diesem Stück auf dem Atlantik haben wir wieder Delphine gesehen. Markus hat seine Kamera (GoPro 2 Hero) ins Wasser gehalten um ein paar Unterwasser-Aufnahmen von den Delphinen zu bekommen. Auf meinen Wunsch haben wir mit der Bavaria 44 in einer südöstlichen Bucht von La Gomera geankert. Bei einem charmanten Blick auf die grüne Insel und einer Wassertiefe von 7m haben wir 30m Ankerkette ausgelegt. Auch wenn das Wasser „nur“ eine Temperatur von ca. 18 Grad hatte, war es ein sehr lustiger und schöner Stopp. Die Gerda ging auch noch mal über Bord, eignet sich allerdings nicht als Wasserball :) Wenige sm nordöstlich sind wir in die Marina von La Gomera – San Sebastian eingelaufen. Das Dinner haben wir in dem Restaurant El Charcon eingenommen. Die kleine im Felseingebaute Gaststätte liegt nur 600m von der Marina entfernt. Vom Steg aus rechts Richtung Tankstelle und durch den Torbogen zur kleinen Badebucht. Rainer und ich habe uns eine große Fischplatte geteilt. Es war sehr reichlich, gut zubereitet und kostetet nur 14€ pro Person.

Dienstag 26.3.13
p1000565Schon wieder um 7.00 Uhr auf aufstehen – und das im Urlaub. Das gemeinsame Frühstück haben wir wieder an Deck angerichtet. Die Winde für heute standen günstig um unsere Reise nach El Hierro fortzusetzen. Ein paar Seemeilen südlich kreuzte uns von steuerbord ein Hobby Hochseeangler der nicht zuerkennen gab, dass er eine Angelleine hinter sich herzog. Der Hobbyfischer hat seine Geschwindigkeit nicht verringert, wesshalb wir vorschriftsmäßig hinter ihm ausgewichen sind. Leider haben wir dabei seine Angelleine abgetrennt. Ob wir uns diese jetzt in der Schiffschraube eingefangen haben war auch nicht ganz klar, nachdem wir mit der GoPro die Yacht unter Wasser abgesucht hatten. Beim Versuch Fahrt aufzunehmen hatten wir keine Probleme und wir setzten den Trip fort. Bei einer Krängung von 15° und ruhigem Wasser konnte ich die Beine von der Reling baumeln lassen und hatte von der Steuerbordseite der Yacht einen herrlichen Panoramablick auf den offenen Atlantik.

Um 19:30 erreichten wir den südlichsten Punkt Europas. In El Hierro waren Markus und ich auf der Suche nach einem Supermarkt. Der kleine einheimische Supermarkt hatte leider kein frisches Huhn und auch die Kommunikation mit dem Spanier war nicht so einfach. Der Größere hatte zwar mehr und bessere Auswahl aber auch hier konnten wir kein frisches „Pollo“ finden. Ich habe dann für die guten importierten Würstchen von Meica für 4,65€ gestimmt und zwei Gläser eingepackt. Frauke hatte in der Zwischenzeit schon den Gemüseeintopf und Reis auf der Yacht vorbereitet und die Würstchen wurden in der Pfanne angebraten. Wir haben dann noch einen kleinen Schlenker durch das Örtchen gemacht und ein paar Bilder vom Hafen bei Nacht geschossen.


Mittwoch 27.3.13

Hafen von San Miguel (Teneriffa)Am heutigen Seetag wurde wir nicht vom Skipper geweckt – zumindest nicht direkt. Es waren eher die Geräusche des Motors und das Leben an Deck die mich aus der Koje aufblicken ließen. Die Antares lief um 8:30 Uhr aus dem gemütlichen Häfchen von El Hiero in Richtung Osten aus. Kurs 90° Richtung Teneriffa. Eine Strecke von 80sm stand für heute auf dem Plan. Ein sportliches Ziel, aber bei gutem Wind hatten wir eine Fahrt von 6-7 kn im Durchschnitt. Im Wellental hatten wir sogar eine maximale Geschwindigkeit von 9,2 kn durchs Wasser. Eine Punktlandung um 19.00 Uhr legen wir im Hafen von San Miguel (Teneriffa) hin. Leider haben wir uns in der Hafeneinfahrt ein Stück Fischernetz eingefangen. Die GoPro erbrachte auch hier wieder gute Dienste. An der Promenade waren zahlreich Restaurants zu finden. Die Crew entschloss sich für den Mexikaner der ziemlich am Ende der Promenade zu finden war. Zum Tagesabschluss besuchten wir einen Irish Pub, den Christian schon von einer vorherigen Tour kannte. Hier war die Kommunikation auf Englisch endlich mal kein Problem

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Sonntag, März 31st, 2013 | Author:

Donnerstag 28.3.13
p1000670Gleich um 8 Uhr morgens orderten wir einen Taucher der unsere Schiffsschraube von dem Fischernetz befreit. Der Taucher stellte sich dabei als Hafenmeister raus. Die Aktion dauerte keine 10 Minuten. Ein Einkauf beim Supermarkt bereicherte das Frühstück um leckere frische warme Brötchen. Die Antares legte um 10 Uhr in Richtung Gran Canaria ab und hatte Kurs auf 65sm entfernte Puerto Rico eingeschlagen. Vor der Küste Cran Canarias bot sich ein Ausblick auf die Küste rund um Puerto de Mogan. Leider waren auch unzählige Hotels an der Südküste entlang erbaut worden und zweigten deutlich die Auswirkungen des Massentourismus. Ein Hotel neben den Anderen ragten die Klippen hoch. Dafür hatten wir einen Bilderbuchreifen Sonnenuntergang vor der Hafeneinfahrt von Puerto Rico. Das Anmelden beim Hafenmeister wurde wieder von Rainer übernommen und wir legten ohne Probleme am Schwimmsteg an. Bis wir ein passendes Restaurant gefunden hatten, führte uns der Weg an unzähligen Stufen, einer Hotelanlage mit Livemusik und diversen Bars vorbei. Beim Italiener im 1. Stock fanden wir einen guten Platz mit Blick auf alten Fischereihafen und den Strand mit den gefühlten 200 akkurat aufgestellten Liegestühlen. Das Essen war sehr gut und auch hier stimmte der Preis.

Freitag, 29.3.
p1000705Damit wir heute für Ollis SKS Prüfung noch übern konnten sind wir um 8 Uhr aus dem Hafen ausgelaufen. Die Gerda flog diverse Male über Board und die Manöver wurden unter Motor und anschließend unter Segel gefahren. Leider hatten wir am morgen nur sehr wenig Wind. Um dieser Flaute zu entgehen sind wir weiter auf Meer gefahren. Ca. 6sm vor der Küste konnten wir wieder Delphine beobachten und konnten gleich das Manöver „Beilieger“ in die Praxis umsetzen. Im Anschluss sind wir wieder in den Ausganghafen Puerto de Morgan eingelaufen und haben am Liegeplatz 171 festgemacht. Dieser war für die Prüfung reserviert und gegen 13:15 haben wir die beiden Prüfer an Board genommen. Olli konnte den Prüfern sogar noch neue Bezeichnungen für Windrichtungen beibringen und hat seine Prüfung bestanden. Glückwunsch! Nachdem wir wieder im Hafen eingelaufen sind waren wir noch Tanken. Leider kam es zu Unstimmigkeiten mit dem Hafenmeister über den Liegeplatz. Weil wir uns nicht über Funk bei ihm gemeldet hatten durfte die Antares nicht wie geplant auf Platz 144 sondern auf Platz 171 an der Aussenmole festgemacht werden. Der Weg zum Restaurant war dadurch viel länger und wir setzten und mit gutem Appetit an den reservierten Tisch. Das kleine gemütliche etwas zurückgelegene Restaurant war eine Empfehlung von unserem Skipper Christian. Ein 400g Stück Fleisch mit Kartoffeln folgte auf die leckere Vorspeise aus gemischtem Salat und Gurken in einer Knoblauchsoße. Die warme Banane mit Vanilleeis als Dessert rundete den kleinen kulinarischen Ausflug ab.

Samstag, 30.3. 13
p1000779Die für 8:00 Uhr erwartete Putzkolonne trudelte gegen 8:30 Uhr ein und hat beschlossen die Tätigkeiten auf den nächsten Tag zu verlegen. Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir uns nicht so mit dem Frühstück beeilen müssen. Aber so hatten wir genug Zeit und konnten in Ruhe zum Duschen gehen. Vorher wollten Markus und ich noch den Höhepunkt des heutigen Tages erleben und sind auf den 16m hohen Mast der Yacht gezogen worden. Der Ausblick über den Hafen und die Bucht war fantastisch und ohne Wind schaukelte es nur minimal. Die Antares haben wir mit einer eingespielten 4er Crew noch auf ihren alten Liegeplatz 144 umgesetzt und haben die Segelyacht gegen 13 Uhr verlassen.

Die Taxifahrt nach Maspalomas zum Hotel „RIU Palace“ war in wenigen Minuten geschafft und wir konnten in dem unerwartet noblen Hotel einchecken. Zur Begrüßung wurden uns 2 Gläser Sekt gebracht und unser Gepäck wurde aufs Zimmer gebracht. Wir beschlossen ein wenig die Umgebung zu erkunden und machte uns an der Promenade entlang auf Richtung Playa del Ingles. Die örtlichen Restaurants haben sich voll auf den deutschen Tourismus eingestellt. Sämtliche Schilder und Karten waren zuerst in Deutsch, Englisch und dann erst in der Landessprache angebracht bzw. ausgelegt. Bei „El Velero“, direkt am Strand gelegen, nahmen wir einen kleinen Snack zu uns und machten uns weiter ins Landesinnere. Zumindest 2 oder 3 Straßen. Beim nächsten Shoppingcenter schlenderten wir durch eine Gasse diverser deutschsprachiger Bars vorbei bei denen Im Sportkanal Fußball übertragen wurde. Dann doch lieber ans Wasser. Der Sand war nicht so heiß wie ich ihn erwartet hatte und es war angenehm warm an den Füssen. Der Trip führte ein kleines Stück durchs flache Wasser und im Anschluss durch die Dünen. Nah und fern waren Fußabdrücke und Spuren in den Dünen zu finden und wir folgten diesem Trend und haben unser in Sichtweite liegendes Hotel direkt angesteuert. Das letzte Abendessen in den südlichen Inseln haben wir im Restaurant „El Poncho“ zu uns genommen. Eine gemischte Steakplatte für 16€ pro Person.

Sonntag, 31.3.13
p1000801Zeitumstellung! Gefühlt war es mitten in der Nacht als unsere Handys synchron um 5:45 Uhr klingelten. Das am Vortag angemeldete Frühstück um 6:30 Uhr war sehr übersichtlich. Dafür hatten wir einen riesigen Speisesaal für uns. Zu normalen Zeiten wird hier bestimmt ein großes und gutes Buffet angeboten. Viellicht beim nächsten Mal. Ein Taxi wartete bereits um 7 Uhr vor dem Hotel und hat uns zum Flughafen gebracht. Einchecken bei AirBerlin war ab 8 Uhr möglich und war ebenso problemlos wie die Sicherheitskontrolle. Spannend wurde es beim Einsteigen in den Flieger als zwei Reihen vor uns scheinbar 2 Plätze doppelt belegt wurden. Aber warum hat die ältere Frau den ganzen Laden aufgehalten? Erst als der Pilot aus seiner Kabine kam und ein Machtwort gesprochen hat ging es weiter. „Setzten Sie die Dame auf irgendeinen freien Platz, wir müssen los!“ meine ich verstanden zu haben. Ob die Damen ihren kleinen Hund wie das Handgepäck unter dem Vordersitz oder in den Fächern über sich verstauen mussten konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. Nach dem Zwischenstopp in Stuttgart ging es dann nach Hamburg und wir sind planmäßig gelandet.

Fazit
Der Segeltörn war super! Vielen Dank an die nette und lustige Crew und besonders an unseren Skipper Christian der es mit uns eine Woche ausgehalten hat :)
Insgesamt haben wir 324sm zurückgelegt, jede Menge Erfahrung gewonnen, den südlichsten Punkt von Europa besucht und unzählige Eindrücke gesammelt.
Der Törn wurde angeboten von www.segelreisen-berlin.de

> Video von den Delphinen.

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Sonntag, August 19th, 2012 | Author:

img_3199 Es war wieder so weit – Der Krus ist auch in diesem Jahr wieder älter geworden. Die Erfolge der vergangenen Hawaii-Wochen wurde am wärmsten Samstag im August (wenn nicht sogar im ganzen Jahr) fortgesetzt. Die neu gestaltete Chill-Out-Lounge  präsentierte neben „Coconut Island“ auch eine Hängematte mit individueller Hintergrundbeschallung – Meeresrauschen in verschiedenen Klängen und Stimmungsbildern. Die Feuerschale, die unterschiedlich leuchtenden Stehtische und die Floorspots an der Hauswand trugen zu einem stilvollen Ambiente der 3. Veranstaltung bei.

Das reichhaltige Angebot von Cocktails und Grillgut wurde von tropischen Eissorten und von Biancas selbst gebackenen Ananastorte gerührt.

An dieser Stellen noch mal vielen Dank für die Geschenke!

-> Zur Bildergalerie.

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Freitag, August 17th, 2012 | Author:

Sundown - Finkenwerder Nachdem ich am 21.7. meinen Sportbootführerschein See bestanden habe, geht es nur weiter mit der Segelausbildung. Auf der Hunter 707 von der Yachtschule Meridian findet auf der Elbe die Ausbildung innerhalb von 5 Wochen statt. Unsern Skipper/Ausbilder Marko bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Selbst nachdem ich ihm gestern bei den Manövern eine Patenthalse vorgeführt habe : )

Auf die nächsten Ausbildungstage vor Finkenwerder bin ich sehr gespannt. Wenn es Anfang September auf die Alster zur Prüfungsvorbereitung geht, wird sich zeigen wie gut wir die Jolle im Griff haben.

Bilder von der Ausbildung:

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