Radtouren und Urlaub in der Lüneburger Heide

Im Frühjahr und Sommer 2022 habe ich wieder viele Radtouren als Guide in der Lüneburger Heide durchgeführt. Jede Jahreszeit hat ihre unterschiedlichen Fassetten, was die Touren abwechslungsreich und interessant macht. Ein Highlight ist immer wieder eine Herde Heidschnucken in der Natur zu erleben. 

Die Reisen, meist übers Wochenende, starten am „Hotel Park Soltau“. Wir fahren die Entdeckerrunde durch Soltau mit 20 km. Die mittlere Tour mit 40 km geht von Soltau nach Schneverdingen. Die große Runde über Bispingen, Totengrund und Wilsede hat 60 km. 

Kajaktour auf der Böhme

In diesem Sommer kam bei einer Reise noch ein Highlight dazu – die Kajaktour auf der Böhme. Wir sind mit den Rädern um 9:30 Uhr am Hotel gestartet und haben gegen 11 Uhr Dorfmark erreicht. Bei der Bootsstation (http://bootsstation-dorfmark.de/) hatte ich am Vortag die entsprechende Anzahl reserviert. 4x 2er Kajak RTM Brio. Die Einweisung war lustig. Wir wurden mit dem Shuttlebus zur Einstiegsstelle nach Jettebruch gebracht (https://w3w.co/kaufhaus.eingangs.dichterin oder https://goo.gl/maps/VLxL66Xie1uB4wfh9). 200m nach dem Start mussten wir am Wehr umsetzen. Auf der 2,5 Stunden Tour nach Dorfmark war dies das einzige Wehr. Abgesehen von Dorfmark, wo wir sowieso ausgestiegen sind. Teilweise war die „Fahrspur“ doch recht eng und man konnte sich die Natur aus nächster Nähe ansehen. Je nach Fahrkünste auch ungewollt 😉  Bei 34 Grad Außentemperatur war das Wasser der Böhme eine angenehme Abkühlung. Nach der Kajaktour sind wir mit den Rädern ca. 2 km weiter ins Naturfreibad von Dorfmark gefahren. Der Eintritt kostet 2,50€. Nach ein paar runden im Freibad und einer Tüte Pommes haben wir den Rückweg angetreten. Rund 16 km auf Nebenstraßen, Waldwegen und Schotterpisten führte uns der Weg nach Soltau direkt in die Fußgängerzone. Ein Stopp beim Eiscafé durfte natürlich nicht fehlen. Am Hotel waren wir wieder um 19 Uhr. Dies war die erste Kajaktour die wir auf den Reisen gemacht haben. Ich habe das gleich für weitere Reisen als Option mit ins Programm aufgenommen.  

Radtour Wilsede und Totengrund 

Wir starteten mit der 60 km Tour zur gewohnten Zeit um 9:30 Uhr am Hotel in Soltau. Vom Hotel ging es zum Freizeitpark „Heide-Park“. Vorbei am Abenteuerhotel ging es durch den Wald auf dem Heidschnuckenweg zum Kreuzberg. Auf dem Weg konnten wir im Heide-Park den 72m hohen Turm „Scream“ sehen und auch hören. An der Luhe Quelle haben wir eine kurze Pause eingelegt um uns die Quelle anzusehen. Der weitere Verlauf der Tour führte uns zur Eisdiele nach Bispingen. Den Erdbeerbecher kann ich empfehlen. Ralf Schuhmachers Kartbahn und der Snowdome lagen auf dem Weg zum Brunaussee. Über Behringen fuhren wir durch den Wald zum Totengrund. Nach dem Fotostopp radelten wir zum Mittagessen nach Wilsede ins Gasthaus „Zum Heidemuseum“. Dort gibt es immer „gut gelauntes Essen und leckeres Personal“. Gestärkt nahmen wir den höchsten Punkt auf der Tour in Angriff – der Wilseder Berg mit 169 Metern. Mitten durch die wunderschöne Heidelandschaft führte der Weg nach Oberhaverbeck. Im Tal vor Tützberg trafen wir, wie geplant, auf eine Herde Heidschnucken. Ich finde es immer wieder beindruckend wenn die rund 700 Tiere direkt an einem vorbei laufen. Vorbei am Schafstall in Tütsberg ging die Fahrt auf Radwegen zurück nach Soltau. 

 

Radtour Schneverdingen 

Nach dem Frühstück um 8 Uhr begann die 43 km Tour um 9:30 Uhr. Nach einem kleinen Stück Richtung Süden durchquerten wir den Böhmewald in Richtung Helifax. Natürlich nicht das Helfix in Canada, das wäre zu weit. Wir befanden uns im Röders Park auf dem gleichen Breitengrand wie Helfix. Der kleine Teich mit der Brücke in der Mitte war ein prima Stopp für das erste Fotoshooting. Gerade im Herbst ist hier eine wunderschöne Farbpracht in den Bäumen zu sehen. Mit dem Rad ging es über die kleine Brücke und den Wurzeln zu anderer Seite des Teiches. Es folgte eine längere Etappe nach Norden. Über Wolterdingen, Langeloh und dem Walter-Peters-Park erreichten wir gegen 11:30 Uhr die Peter und Paul Kirche in Schneverdingen. Die ca. 20-minütige Pause nutzten wir, um die 1745 erbaute Kirche zu besichtigen.  Knapp 200m weiter stand das nächste Fotoshooting an. Wir waren bei der Heidekönigin zu Besuch. Allerdings nur die Statue, nicht das Original. Wir fuhren weiter zum Rathaus, wo wir auf den Stadtbrunnen trafen. Die fünf Figuren am Brunnen stammen aus den heimischen Sagen der Region rund um Schneverdingen. Vorbei an der Sonnenuhr mit rund 30m Durchmesser erreichten wir um 12:30 Uhr den liebevoll angelegten Heidegarten. Am angrenzenden Schafstall war das Mittagessen geplant. Erbsensuppe oder Flammkuchen standen hier zur Auswahl. Außerhalb der Heidesaison, wenn das Restaurant geschlossen ist, findet im Heidegarten unser Picknick mit frisch belegten Brötchen. Circa die Hälfte der Tour hatten wir jetzt geschafft. Der Rückweg führt uns durch Schneverdingen zur Osterheide. Hier machten wir auch wieder einen kleinen Stopp für ein Fotoshooting und um ein paar Minuten die Heidelandschaft auf uns wirken zu lassen. Die Welt-Kirche lag auf unserem Weg zum Pietzmoor. Nachdem wir die Räder strategisch gut platziert hatten, ging unsere 5km lange Wanderung um das Pietzmoor los. Eine Stunde und 15 Minuten dauerte der eindruckswollte Rundweg auf Schotter- und Holzwegen. Eine Stärkung mit Getränken und leckerem hausgemachten Kuchen gab es im Restaurant „Zum Schäferhof“. Die Räder standen vor der Tür, so dass wir gleich den 17 km lagen Heimweg antreten konnten. Entspannt radelten wir durch Heber und Surbostel. Ab Hillern führte uns der Radweg entlang der K1 Richtung Heidepark. Gegen 18 Uhr erreichten wir wieder unser Hotel in Soltau.  

 

Radtour Soltau 

Von unserem Hotel im Norden von Soltau starten wir zur üblichen Zeit um 9:30 Uhr die Entdeckertour nach Soltau. Zum Aufwärmen der 20km Tour fuhren wir eine kleine Etappe durch den Böhmewald zur Soltauer Therme. Von dort aus erreichten wir nach wenigen Metern die Fußgängerzone von Soltau. Der Markt und die umliegenden Geschäfte konnten bei einer 45-minütigen Pause zu Fuß erkundet werden. Nur wenige Minuten später erreichten wir im Süden den Breidingsgarten. Dieser künstlich angelegte englische Garten konnte erkundet werden und lud zu einem Fotoshooting ein. Zahlreiche Pflanzen machen diesen Garten einzigartig in Niedersachsen. In Tetendorf, südlich von Soltau, haben auf dem Ferienhof ein paar Heidschnucken vor die Linse bekommen. Weiter ging es zum Heidschnuckenweg. Die Etappe über 7km führte uns entlang der Bahnlinie durch den Wald zum Outlet Center. Um 14 Uhr hatte ich das Mittagessen bei „il Cappuccino“ geplant. Wir waren schon früher im Outlet als gedacht und konnten uns einen Überblick über die Geschäfte verschaffen. Nach dem Mittag durfte ein Stopp beim Eiscafe natürlich nicht auf sich warten lassen. gegen 15:30 Uhr machten wir uns wieder auf den Heimweg. Das Ziel war der Wacholderpark in der Nähe des Hotels. In der Saison findet hier ab 17:00 Uhr der Heidschnucken Eintrieb statt. Vom Wacholderpark sind es etwa 800 Meter bis zum Hotel. Gegen 17:30 Uhr sind wir dort wieder angekommen. 

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